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Wie in Nordkorea: Trump lässt sich huldigen

Donald Trump kann’s noch tiefer. Bei der ersten Sitzung seines Kabinetts seit fünf Monaten forderte er sein Team zu Huldigungs-Lyrik und öffentlichen Unterwerfungsgesten auf. „Wir danken Ihnen für die Möglichkeit, Ihnen zu dienen“, ließ er seinen Stabschefs Reince Prebius vor laufenden TV-Kameras schmeicheln. „Es ist das größte Privileg meines Lebens, Ihnen zu dienen“, sonderte Vize-Präsident Mike Pence ab.

Jedes einzelne Mitglied des Kabinetts wurde von Trump in dieser bizarren Kabinettssitzung aufgefordert, Gutes über seinen einmaligen Chef zu erzählen. Auch Justizminister Jeff Sessions war voll des Lobes: „Sie haben die exakt richtigen Botschaften gesetzt. Die Reaktionen überall im Land sind fabelhaft“.

Dieser Auftritt war zwar extrem demütigend für das Team Trumps, schließlich sind gestandene Manager und imagebewusste Selfmade-Millionäre darunter. Aber sie haben im Vergleich noch Glück: Trumps Amts-Kollege, der nordkoreanische Präsident Kim Jong Un, ließ 2015 den Verteidigungsminister hinrichten. Der war nämlich während einer Kabinettssitzung eingeschlafen.

Zu denken sollte Trumps Irrlichterei jenen geben, die ihm öffentlich zujubeln. Zur Erinnerung: Es waren FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer und FPÖ-Chef HC Strache, die zur Inauguration des US-Präsidenten geflogen sind.

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