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Wegen Privatisierung: Wasserengpass in Rom

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Sogar der Vatikan hat seine Brunnen abgeschaltet. Nichts plätschert mehr in Rom. Der Wassermangel in Roms Hauptstadt ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: auf mangelnden Niederschlag und auf nicht reparierte Wasserleitungen. 

Roms Wasserversorgung liegt in den Händen des  teilprivaten Konzerns ACEA. ACEA war bis 1998 im Eigentum der Kommune Rom. In dem Jahr ging das Unternehmen an die Börse, seither sind 49 Prozent im Eigentum unterschiedlicher Investoren. Dieser Konzern bekommt zusätzliche öffentliche Mittel, um die Trinkwasserversorgung für neun Millionen Menschen in und um Rom sicherzustellen. Leider hat er es unterlassen, Roms marodes Leistungsnetz abzudichten. Deshalb versickert ein Gutteil des Trinkwassers in die Erde. Experten sprechen von einer Größenordnung von 50 Prozent.

Besonders pikant: Das alte Rom hat vorgemacht, wie man Aquädukte baut und ein modernes Trinkwassersystem errichtet. Es war natürlich in öffentlicher Hand. 

Fazit: Investoren wollen Gewinne machen. Lecke Leitungen reparieren gehört nicht dazu. Wo immer in Europa Private ins Wassergeschäft eingestiegen sind, hat sich folgendes ergeben: Höhere Preise und geringere Versorgungssicherheit.

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