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Tschetschenen-Diktator Kadyrow lässt Homosexuelle ins Lager sperren

Schockierende Berichte dringen derzeit aus Tschetschenien in Russland. Der Diktator Ramsan Kadyrow lässt dort seit geraumer Zeit homosexuelle Männer verhaften.

Jetzt berichten Zeugen gegenüber der russischen Zeitung Novaja Gazeta sowie mehreren lokalen Medien von Massenlagern. Manche sprechen sogar von „Konzentrationslagern“.

Das Lager befindet sich nahe der Stadt Argun. Dort soll es täglich zu unzähligen Misshandlungen kommen. Auch Morde stehen an der Tagesordnung.

Die tschetschenische Führung streitet die Vorwürfe ab. Der Sprecher von Kadyrow, Alvi Karimov, erklärte gegenüber Interfax: „Es gibt in Tschetschenien keine Homosexuellen. Und selbst wenn es sie gäbe, müssten wir uns keine Sorgen um sie machen. Denn ihre Verwandten werden schon dafür sorgen, dass sie an einen Ort kommen, von wo sie nie mehr zurückkehren.“

Gudenus (FPÖ) vor fünf Jahren bei Kadyrow

Erst im Februar 2012 stattete eine FPÖ-Delegation dem grausamen Herrscher einen offiziellen Besuch ab. „Die Presse“ sprach damals mit dem Wiener FPÖ-Chef Johann Gudenus, der die Visite bestätigte. Demnach sprachen sie dort über „Flüchtlinge“.

„Der überwiegende Großteil der Asylanten sind Wirtschaftsflüchtlinge. Und wir konnten uns selbst überzeugen, dass keine Verfolgung seitens Kadyrows vorliegt.“

Bis heute hat sich die FPÖ nicht von Kadyrow distanziert. Auch nicht, als die ersten Berichte von Hinrichtungen Homosexueller vor einigen Tagen auftauchten.

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