Politik

Trump vor Scherbenhaufen: Niemand will mit ihm das Pariser Abkommen nachverhandeln

Michael Vadon/Flickr, CC-BY-SA 3.0

Gestern kündigte Trump an, was schon vor Tagen in die Medien gesickert war: Die USA treten aus dem Pariser Klimaschutzkommen aus, alles eines von drei Ländern neben Syrien und Nicaragua. Zeitgleich sprach er davon, Teile des Abkommens „neu ausverhandeln zu wollen“.

Doch hier tut sich folgende Frage auf: Wer will sich überhaupt mit Trump an den Verhandlungstisch setzen?

Denn sämtliche EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich und auch Italien bekräftigen, sich an das ratifizierte Abkommen zu halten. Eine Neuverhandlung schließen sie strikt aus. Auch China kritisierte Trump scharf.

Doch nicht nur international wird Trumps Entscheidung kritisiert. Zahlreiche US-Governors, Bürgermeister und CEOs wichtiger Konzerne wie General Motors oder Facebook kündigten an, sich an das Pariser Abkommen halten zu wollen.

Elon Musk, bisher Trumps Berater im Weißen Haus, kündigte aus Protest seinen Rückzug an.

Donald Trump steht vor einem Scherbenhaufen. Immer mehr wichtige Partner wenden sich von ihm ab. Niemand wird mit ihm über das Abkommen verhandeln wollen. Trumps Ankündigung wird abseits der desaströsen Symbolik kaum Auswirkungen haben.

Stattdessen hat Trumps undurchdachte Entscheidung die Bürger der USA mehr denn je wachgerüttelt.

 

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