Politik

Reinhold Mitterlehner tritt als ÖVP-Chef zurück

FRANZ JOHANN MORGENBESSER, FLICKR, CC-BY-SA 3.0

Reinhold Mitterlehner tritt als Parteiobmann der ÖVP sowie als Vizekanzler zurück. Das gab er heute in einer kurzfristig einberufenen Erklärung um 12:30 bekannt. 

Als Grund nannte er „Selbstschutz“ vor wiederholten Untergriffen seitens der Medien. Er habe „keinen Sinne mehr gesehen, in der Mitte über zu bleiben“.

Der Rücktritt kommt nach einer tumultreichen Woche, in der Mitterlehner offenbar den Rücktritt von Innenminister Wolfgang Sobotka gefordert hatte, jedoch am parteiinternen Widerstand gescheitert war, wie der Kurier berichtet hatte. Insbesondere die ÖVP NÖ soll sich gegen den Parteiobmann gestellt haben.

Mitterlehner hatte erst im August 2014 den Parteivorsitz übernommen. Damit hielt er sich kürzer als der durchschnittliche ÖVP-Chef, der üblicherweise 4,6 Jahre an der Spitze überlebt.

Unklar ist, ob nun Außenminister Sebastian Kurz das Ruder in der Volkspartei übernehmen wird. Er hatte erst tags zuvor erklärt, er wolle die Partei „nicht in diesem Zustand“ übernehmen.

Sollte Kurz dennoch Parteiobmann werden, so steht er vor der Herkulesaufgabe, die komplett zerstrittene und aufgespaltene ÖVP zu einen.

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