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Plumpe Fälschung? Angebliche „Geheimliste“ der FPÖ denunziert SPÖ-Politikerin

Christian Müller, Metropolico.org/Flickr, Montage

Die SPÖ-Politikerin Ilkim Erdost steht auf einer Liste der FPÖ mit angeblich 62.000 illegalen türkischen Doppelstaatsbürgern – doch zu Unrecht. Sie wehrt sich gegen „gezielte Denunziation“, wie Der Standard berichtet.

Am Mittwoch wurde Erdost von Krone.at-Chefredakteur Richard Schmitt kontaktiert. Der habe sie gefragt, ob sie, österreichische Staatsbürgerin, SPÖ-Bezirksrätin in Wien-Ottakring und Leiterin der dortigen Volkshochschule, auch die türkische Staatsbürgerschaft besitze. Denn: Sie stehe auf einer diesbezüglichen Liste.

Laut Krone wurde die Liste FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache „zugespielt“. Erdost kontert im Standard: „Als Neunjährige wurde ich österreichische Staatsbürgerin.“ 1989 habe sie die türkische Staatsbürgerschaft zurückgelegt, die Austrittsbestätigung dafür liege dem Standard vor.

Erdost spricht von einer gezielten Denunziation der FPÖ. Auf der Liste sollen sich noch sieben weitere Politiker von SPÖ, ÖVP und Grünen befinden, die von der Krone nicht namentlich genannt werden. Alle bestreiten die Vorwürfe vehement. 

Die FPÖ bläst zum Frontalangriff. Strache kündigt auf seiner Facebook-Seite an, die Liste der Polizei zu übergeben. Doch nach den jüngsten Vorwürfen drängt sich der massive Verdacht auf, die FPÖ hat bei der Liste einige Namen „dazugedichtet“. Einfach, um ein bisschen Aufmerksamkeit zu erregen. Dass diese Menschen jetzt zum Ziel von Drohungen werden, scheint die Partei in Kauf zu nehmen.

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