Politik

ÖVP-Pläne verschlechtern Zugverkehr

ÖBB/Philipp Horak

Die öffentliche Hand vergibt derzeit Aufträge für den Bahnverkehr direkt, in einem einfachen, effizienten und transparenten Verfahren. Dieser Prozess hat bisher funktioniert und der Erfolg kann sich sehen lassen. Österreich ist Bahnland Nummer eins in der EU. Nirgendwo sonst wird pro Kopf so viel mit der Bahn gefahren wie hier. Die Ticketpreise liegen um 25 Prozent unter denen Deutschlands und die Pünktlichkeit liegt bei 97 Prozent. 

Die ÖVP will das ändern. Sie setzt auf europaweite Ausschreibungen und will das im September noch gesetzlich durchsetzen. Das Problem: Rund um Österreich warten große, staatliche Bahnkonzerne auf diese Aufträge in Österreich, die sich oft durch Lohn- und Sozialdumping auszeichnen. Diese Billigstanbieter würden dann die Ausschreibungen gewinnen. Mögliches Risiko dabei ist, dass später – nach ein paar Jahren – freilich, wenn sich einer der Platzhirsche durchgesetzt haben wird, die Preise steigen, die Sicherheit sinkt und Unfälle zunehmen. Ein Beispiel dafür ist die Bahnprivatisierung in Großbritannien.

Zugunsten der Passagiere ist eine europaweite Ausschreibung eigentlich nicht wirklich. Der – von uns vermutete – sichtbarste Effekt für die ÖVP: die verhasste ÖBB mit dem noch mehr verhassten roten Betriebsräten würde kaputt gehen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. grizzly84

    21. Juli 2017 um 16:40

    Bis nach Großbritannien brauch ma ja njicht mal schaun, es geht ja auch in Deutschland schon genug zu bahntechnisch… Es ist einfach nur absurd, das in Österreich erstklassig funktionierende System zerstören zu wollen.

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