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Neues Trump-Gesetz: US-Firmen dürfen private Browserverläufe kaufen

So sieht Politik für den kleinen Mann also aus: US-Präsident Donald Trump unterschrieb heute ein Gesetz, dass es Internetprovidern ermöglicht, private Browserverläufe ihrer Kunden an Konzerne, Organisationen oder ganz einfach an den Bestbietenden zu verkaufen. 

Damit macht Trump sämtliche Fortschritte von Obama in Sachen Privatsphäre im Internet rückgängig. Ausgerechnet Trump, der sich ständig darüber beschwert, dass seine eigene Privatsphäre verletzt werde, entzieht diese damit mit einem Schlag 300 Millionen US-Amerikanern. 

Der Gesetzesbeschluss stellt ein weiteres Zugeständnis an die Forderungen von Großkonzernen dar, nachdem bereits zahlreiche Umweltschutzgesetze abgeschafft wurden. Trump versprach im Wahlkampf eigentlich, „den Sumpf trockenzulegen“ und für die einfachen Amerikaner einzutreten.

Spätestens jetzt müsste jedem klar sein: Das war nichts als Wahlkampfrhetorik.

Pikantes Detail am Rande: Während Trump bisher jeden Gesetzesbeschluss mit einer großen Zeremonie vor Journalisten feierte, so blieb diese heute aus. Offenbar will Trump damit verhindern, mehr Aufmerksamkeit als notwendig zu erregen.

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