Politik

Mateschitz blamiert sich mit Schimpftirade gegen Flüchtlingshelfer

ERWIN SCHERIAU / APA / picturedesk.com

Im Interview mit der Kleinen Zeitung bezeichnete Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz Flüchtlingshelfer als scheinheilig und erntete damit heftige Kritik. „Ich rede über Fakten, und ich rede über Scheinheiligkeiten“, so seine Worte.

„Keiner von denen, die „Willkommen“ oder „Wir schaffen das“ gerufen haben, hat sein Gästezimmer frei gemacht oder in seinem Garten ein Zelt stehen, in dem fünf Auswanderer wohnen können.“

Politiknews sprach mit einem Flüchtlingshelfer, der über sich über Mateschitz‘ Worte fassungslos zeigt. „Tatsächlich war es bei den Flüchtlingsströmen 2016 so, dass viele der freiwilligen Helfer, die bei der Versorgung an den Bahnhöfen halfen, auch so weit gingen, Familien und anderen Notdürftigen aufzunehmen.“

„Man erinnere sich an die zahlreichen Aufrufe und Angebote in sozialen Medien für Wohngemeinschaften“, so der damals engagierte Helfer weiter

Außerdem gehe es um mehr: „Uns als scheinheilig zu kritisieren weil wir angeblich niemanden daheim aufnehmen, ist so, als würde man sagen: Wenn du so für Bildung bist, wieso unterrichtest du dann nicht Kinder zuhause? Die Antwort lautet: Weil wir nicht über die notwendige Infrastruktur verfügen.“

Eine Flüchtlingsfamilie benötigt umfassende Versorgung, Sprachkurse, Hilfe bei Amtswegen, und mehr. Das können langfristig nur professionelle Organisationen bieten.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Helene Juliane Karoline

    11. April 2017 um 16:48

    Ich kenne niemanden, der so dumm wäre, Flüchtlinge – es sind ja nur Männer gekommen, bei sich zu Hause aufzunehmen. Und weil das ja alles unter den Deckmantel des Datenschutzes fällt, wird auch kein einziger Name der ach so Guten veröffentlicht. Aber es ist für die, die diese Unterkünfte betreiben, ein tolles Geschäft – sie verdienen sich dumm und dusslig daran. Wir können das in unseren Ort immer wieder beobachten.

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