Politik

Martin Graf ist wieder da

Flickr / Franz Johann Morgenbesser (CC BY-SA 2.0)

Er kommt wieder. Martin Graf (rechts im Bild) zieht nach der Wahl am 15. Oktober wieder für die FPÖ in den Nationalrat ein. So verkündet es FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Martin Graf kann auf ein politisches Leben am nationalen Rand zurückblicken. Der 57-Jährige ist Mitglied der Akademischen Burschenschaft Olympia. Deren Wahlspruch lautet „wahr und treu, kühn und frei“. Das klingt zwar wie aus klein Martins Ritter-Tagebuch, ist aber nicht weiter tragisch.

Deutlicher wird Olympia bei der Farbgestaltung seines Wappens. Die lautet natürlich schwarz-rot-gold. Deshalb ist Olympia auch im „Verband Deutsche Burschenschaft“.

Olympia ist eine „pflichtschlagende“ Burschenschaft. Man säbelt einander also ins Gesicht, um Narben zu hinterlassen. Das ist zwar brutal, aber auch nicht verboten. Graf bekennt sich zur „deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft“. Die Befreiung vom Nationalsozialismus  wird von Olympia als „totale Niederlage“  betrauert. Seine Burschenschaft lädt gerne „Rassentheoretiker“ zu Vorträgen ein. Graf selbst meint zum Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands: „Das DÖW ist eine sehr links angesiedelte Organisation. 

Eine Demokratie muss solche Meinungen wohl aushalten. Man muss sie ja nicht wählen.

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