Politik

Liste statt Partei – Tarnen und Täuschen hat Geschichte

Wikimedia: Foto H.-P.Haack

Der Wahlzettel am 15. Oktober ist anders als sonst. Einige politische Parteien verstecken verschämt ihren Namen. An zweiter Stelle am Wahlzettel steht zum Beispiel die „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“. Die Marke „ÖVP“ ist offensichtlich derart desavouiert, dass man sie versteckt. Ein ähnliches Versteckspiel betreiben die Neos, die sich beim Antreten „Allianz für Freiheit und Verantwortung“ nennen. 

„Allianzen“ und „Listen“ kommen in der Bundesverfassung aber nicht vor. Dort ist nur von Parteien die Rede. 

Deshalb steht am Wahlzettel auch an erster Stelle „SPÖ – Sozialdemokratische Partei Österreichs“.

Das Tarnen und Täuschen der Menschen hat Geschichte. Manchmal gelingt es, dauerhaft gelingt es nie. Das Tarnen der Kurz-ÖVP erinnert an ein Buch von Thomas Mann. In „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ besitzt Krulls Vater eine Schaumweinfabrik. Da aber der Sprudel beim Publikum nicht ankommt, beschließt der Fabrikant, das Etikett zu ändern. 

Bald darauf muss der Fabrikant Konkurs anmelden…

 

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