Politik

Kurz greift bei Landeslisten durch und erntet damit Unstimmigkeiten

Flickr / Franz Johann Morgenbesser

Letzte Woche stellte ÖVP-Obmann Sebastian Kurz die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg als ÖVP-Spitzenkandidatin in Tirol für die Nationalratswahl vor. Das stieß nun bitter beim dortigen ÖAAV auf: Die auf Platz 3 der Landesliste vorgesehene Bettina Ellinger zog ihre Kandidatur zurück. Zwei weitere Kolleginnen des AAB Tirol haben gleiches angekündigt.

Am Montag zogen damit die Landtagsabgeordnete Bettina Ellinger, die FCG-Frauenvorsitzende Erika Landers und die Bezirksfrauenvorsitzende von Kufstein, Barbara Trapl, ihre Kandidaturen per E-Mail zurück. „Die Begründung liegt sicherlich darin, dass die Arbeitnehmervertretung nicht in einem der Bedeutung absolut angemessenen und notwendigen Maß platziert wurde„, so die AAB-Landesgeschäftsführerin Tanja Rupprecht laut Tiroler Tageszeitung. Der AAB sei schließlich die Interessenvertretung von zwei Dritteln der Wähler.

Medienberichten zufolge soll Bundesparteiobmann Sebastian Kurz letzte Woche von seinem Durchgriffsrecht auf die Landeslisten Gebrauch gemacht haben, in dem er die Spitzenkandidatin Beate Palfrader (Landesobfrau und Landesrätin) durch die Sportlerin Grünberg ersetzte. Auf Platz 2 reihte er den Seilbahner-Chef und Wirtschaftsbund-Obmann Franz Hörl und nicht wie gefordert AK-Chef Erwin Zangerl.

Auch für den jetzigen Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter bedeutet das keine guten Neuigkeiten: er war lange als logischer tiroler Spitzenkandidat der ÖVP gehandelt worden und muss sich nun mit Platz 1 auf der Regionalwahlliste Kufstein-Kitzbühel begnügen.

 

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