Politik

HC Strache veröffentlicht fremden Text als eigenen

Flickr/Multimedia-Blog Brundespraesident.in

Der FPÖ Chef veröffentlichte am Montag auf seiner Facebook Seite einen offenen Brief an „Erdogan-Anhänger in Österreich und Deutschland“. Jetzt meldete sich die tatsächliche Autorin des Textes verärgert zu Wort. Sie stört es, dass Strache – ohne Nachfragen noch Quellenangabe – ihren Text für seine politischen Zwecke missbraucht hat.

„Ich stehe in keiner Verbindung zu diesem Politiker [HC Strache], meine politischen Überzeugungen decken sich in keiner Weise mit den seinen“, erklärt die deutsche Autorin Gabriele Brinkmann und ursprüngliche Verfasserin des Briefes zum Posting des FPÖ Chefs.

In ihrem Interview mit dem KURIER betont sie weiter: „Ich habe kein Herz für Populisten, erst recht nicht, wenn sie geistiges Eigentum stehlen.“

Ihr Brief erschien ursprünglich auf dem rechtspopulistischen Blog Journalistenwatch. Auch hier wurde der Text zunächst ungefragt und ohne Quellenangabe veröffentlicht. Nach Brinkmanns Intervention wurde schließlich ihr Künstler-Pseudonym Paula Bengtzon als Autorenname hinzugefügt.

HC Strache rechtfertigte sich nach steigerndem Druck zu den Vorwürfen der Urheberverletzung: „Eine Urheberschaft war gestern nicht ersichtlich.“ Etwas merkwürdig, finden wir, denn wenn man einen Text abschreibt, sagt einem doch der Hausverstand, dass jemand anderes der Urheber gewesen ist? Das rechte Lager hat es allgemein wohl nicht so mit richtigem Zitieren…

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. M. W.

    27. April 2017 um 16:08

    Dass Herr Strache in einem fremden Text keinen Urheber erkennen kann, ist doch etwas erstaunlich, wenn bedankt wird, dass er ständig Sprecher seines Masterminds ist.

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