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FPÖ-Haimbuchner will bei Brandschutz sparen

Wikimedia Commons / Natalie Oxford

Oje, heute würde der oberösterreichische Wohnbau-Landesrat Manfred Haimbuchner seine Aussagen lieber vergessen machen. Der FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter hat sich am 9. Mai dafür stark gemacht, beim Brandschutz im sozialen Wohnbauten zu sparen. „Die gesetzlichen Bestimmungen zum Brandschutz, zur Barrierefreiheit oder zum Klimaschutz treiben die Baukosten im sozialen Wohnbau in die Höhe“, so Haimbuchner. Nur durch ein Abgehen von Auflagen und Vorschriften werde sich sozialer Wohnbau und leistbarer Wohnraum mittel-und langfristig gewährleisten lassen, so Haimbuchner gegenüber dem Neuen Volksblatt damals. Er kann sich auch vorstellen, nur für diesen Sektor die Anforderungen zurückzuschrauben.

Dann kam am 14. Juni die Brandkatastrophe in einem Sozialbau in London, dem Grenfell-Tower. Dort wurden Einsparungen beim Brandschutz durchgeführt. In dem Wohnhaus kamen bei dem Brand 79 Bewohner ums Leben. Die britische Regierung will jetzt die Brandschutzbestimmungen drastisch verbessern, um eine ähnliche Katastrophe zu vermeiden. In Österreich ist das nicht notwendig – wegen eben der strengen Bestimmungen, die hierzulande gelten.

Wilfried Pausa, Chef der Prüfstelle für Brandschutztechnik und erfahrener Feuerwehrmann bei der Wiener Berufsfeuerwehr ist sich ganz sicher, dass nach den geltenden Brandschutzbestimmungen ein derartiges Inferno in Österreich nicht passieren könne. Dem „Kurier“ (15.6.2017) erklärt er:

„Wenn es sich um einen normal entstehenden Brand handelt, kann man so ein Feuer ausschließen“. Strenge Richtlinien, auch in der Bauordnung, würden dafür sorgen.

Gut so, es soll auch dabei bleiben. Wir bitten: keine weiteren Vorschläge dieser Art, Herr Haimbuchner.

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