Politik

FPÖ-Abgeordneter schwelgt in jüdisch-freimaurerischen Verschwörungsideen

Montage:_ pixabay & von Zscout370 (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

Wie der Standard vom 19. Juli 2017 berichtet, soll der FPÖ-Abgeordnete Johannes Hübner am Kongress der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik in Thüringen letztes Jahr antisemitische Anspielungen getätigt haben. Die Israelische Kultusgemeinde (IKG) fordert nun seinen Rücktritt. So auch der grüne Abgeordnete Harald Walser.

Eine sehr, nennen wir es einmal, eigene Vorstellung hatte Hübner bei seiner Kongressrede über Bundeskanzler Christian Kern kundzutun:

„Man muss aber wissen, dass dieser Kern exzellent verankert ist. Kern [ist] nämlich Friedrich-Torberg-Preisträger der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, ist exzellentest vernetzt in der Logenszene, so die Worte des FPÖ Abgeordneten in Thüringen.

Mit „Logenszene“ bezieht sich der FPÖ-Politiker auf die Freimaurer, über die er in seiner Rede erklärt, dass sie nicht protestantisch, auch nicht katholisch, sonder anders gefärbt seien. „Ein illegales, konspiratives Netzwerk“, so seine Beschreibung. Dabei handelt es sich um deutschnationale Sprachcodes, wie ein Experte dem Standard erklärt: Man sagt ‚Freimaurer‘, weil man ‚jüdisch‘ nicht mehr sagen darf.

Hübner selbst redet sich auf den Wahlkampf aus: „Kaum steht ein Wahlkampf ins Haus, wird gegen die FPÖ die Nazikeule ausgepackt“. Wir finden: derartige Aussagen sind immer auf das Schärfste zu verurteilen, das hat nichts mit Timings oder Wahlen zu tun.

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