Politik

AG-Leaks deuten auch auf massive Korruption in Studienvertretung hin

El Bes/Wikipedia, CC-BY-SA 3.0

Mehrere geleakte Nazi-Witze von AG-Mitgliedern aus WhatsApp-Chats sorgten gestern für Entsetzen im ganzen Land. Doch ein pikanter Nebenaspekt ging in der Aufregung um die antisemitischen Nachrichten der Studienvertreter komplett unter.

Denn wie der „Falter“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, unterhielten sich AG-Mitglieder auch über Korruption im großen Stil. 

Ein Spitzenfunktionär der AG-Jus schreibt in einer geleakten Chat-Nachricht, dass die Hälfte des Fakultätsvertretungsbudgets an Kandidaten ausbezahlt wurde, die gar nicht Mandatare sind. „Das ist ein Super-GAU“, kommentiert ein weitere Chatteilnehmer.

In einer Reaktion gegenüber dem „Falter“ bestätigt die Bundes-AG Ungereimtheiten. Diese betreffen frühere AG-Funktionäre, die nun für Fachschaftslisten an der Uni Wien antreten. Nach deren Austritt aus der AG seien „Unregelmäßigkeiten“ aufgetaucht, heißt es weiter. Nach einer Anzeige durch die Aktionsgemeinschaft ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Empörung

Die geleakten Chats sorgen unterdessen für empörte Reaktionen. SPÖ, Grüne und die ÖVP verurteilten den Vorfall scharf.

„Die Unterlagen zeigen eine unerträgliche Verhöhnung der NS-Opfer“, erklärte Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ).

Laut der betroffenen AG-Jus wurden die involvierten Mitglieder bereits ausgeschlossen.

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